BEM Senioren in Neuss
Am Samstag den 13.09.2025, fand die Bezirkseinzelmeisterschaft der Männer und Frauen des Bezirks Düsseldorf beim TuS Reuschenberg in Neuss statt. Insgesamt traten bei dieser Meisterschaft ca. 60 Athlet*innen an, um sich für die Westdeutschen Einzelmeisterschaften zu qualifizieren.
Für den 1. Essener Judo Club starteten an diesem Tag mit Daniel Jan, Alena Hirnstein, Aileen Weiß und Manal Tsend insgesamt vier Athlet*innen.
Daniel Jan startete in der Gewichtsklasse -60Kg und traf dort auf einige sehr erfahrene und wettkampfstarke Athleten. In seinem ersten Kampf stand Daniel bereits dem späteren Turniersieger entgegen. Nach einer kurzen Kumi-Kata Phase musste sich Daniel leider schnell durch einen gut getimten Okuri-Ashi-Barai geschlagen geben. Im zweiten Kampf traf Daniel auf einen weiteren Wettkampferfahrenen Athleten. Nach seinem eigenen guten Sumi-Gaeshi Ansatz landete sein Kontrahent leider ungünstig auf Daniel und war dadurch in der Lage den Kampf durch Osaekomi für sich zu entscheiden. Im dritten Kampf konnte Daniel sich durch eine gute Kumi-Kata einen vorteilhaften Griff erkämpfen. Diesen nutzte er für eine Uchi-Mata Eingang, den sein Kontrahent leider konterte und anschließend die Bodensituation für einen Juji-Gatame nutzte. Dieser reichte aus, um Daniel zur Aufgabe zu zwingen. Daniels letzter Gegner kämpft derzeit noch aktiv in der Bundesliga für den PSV Duisburg. Mit einer guten Kombination aus Kouchi-Gari und Uchi-Mata gelang es Daniel beinahe eine Wertung zu erzielen. Allerdings konnte sein Gegner den Wurfansatz im Boden übernehmen und Daniel durch einen Laufwürger zur Aufgabe zwingen. Leider konnte Daniel sich dadurch nicht für die Westdeutsche Einzelmeisterschaft qualifizieren.
In der gut besetzten Gewichtsklasse -63Kg startete für den 1. Essener mit Alena Hirnstein eine erfahrene Wettkämpferin, die sich jedoch derzeit von einer schweren Schulterverletzung erholt. In ihrer Gewichtsklasse traf Sie zunächst auf eine starke Athletin, die sie bis in den Golden Score zwang. Allerdings gelang es ihr nach 7 Minuten Kampfzeit einen O-Goshi Ansatz ihrer Gegnerin mit einem Tani-Otoshi zu bestrafen und so dank einer Wazari Wertung den Kampf für sich zu entscheiden. Im zweiten Kampf konnte Alena durch einen Gegendreher den Uchi-Mata Ansatz ihrer Gegnerin kontern und schnell eine Wazari Wertung erzielen. Im Bodenkampf konnte Sie diese Wertung mithilfe einer guten Sequenz an Aktionen durch einen sauberen Yoko-Shio-Gatame zu einem Ippon ausbauen. Der dritte Kampf erforderte von Alena erneut Höchstleistung. In der zweiten Minute konnte Alena durch einen Ko-Uchi-Gari mit einem Wazari in Führung gehen. Allerdings gelang es ihrer Gegnerin schnell diese Führung durch einen eigenen Wurfansatz auszugleichen. In den letzten 45 Sekunden wurde Alena leider von einem Fußfeger überrascht und hat eine weitere Yuko Wertung abgegeben. Diesen Rückstand konnte sie leider bis zum Ablauf der Wettkampfzeit nicht mehr aufholen. Allerdings forderte dieser sehr knappe und intensive Kampf einen großen Tribut von Alena. Die Schulterschmerzen wurden leider erneut stärker. Im letzten Kampf traf Alena auf ein Mannschaftsmitglied der JKG. Aufgrund der anhaltenden Schmerzen in der Schulter entschied sich Alena ihrer Teamkameradin den Sieg kampflos zu überlassen. Dank dieser starken Leistung erkämpfte sich Alena den dritten Platz und somit die Qualifikation für die Westdeutsche Einzelmeisterschaft.
Aileen trat in der Gewichtsklasse -78Kg an. In ihrem ersten Kampf traf sie direkt auf die spätere Turniersiegerin und ehemalige U21 deutsche Meisterin. In diesem Kampf musste sich Aileen trotz guter Wurfansätze schnell durch einen gezielten Konter (Ura-Nage) ihrer Gegnerin geschlagen geben. In ihrem zweiten Kampf konnte Aileen eine schnelle Wertung durch einen guten Koshi-Guruma erzielen. Diese Führung konnte sie durch einen schnellen Übergang in den Boden mit einem Kesa-Gatame zu einem Ippon verwandeln. Im letzten Kampf traf Aileen auf eine ehemalige Bundesligisten des Post SV Düsseldorf. In der ersten Minute konnte Aileen zunächst durch eine gute Kumi-Kata und einen anschließenden O-Goshi mit einem Yuko in Führung gehen. Direkt im Anschluss konnte sie diese Führung durch eine Kombination aus O-Goshi und anschließendem O-Uchi-Gari mit einem erneuten Yuko erweitern. Leider schaffte es ihre Gegnerin eine erneute Kombination zu kontern, wodurch sie die Oberhand im Bodenkampf erhielt. Leider musste sich Aileen nach zwanzig Sekunden im Haltegriff geschlagen geben. Dank dieser starken Leistung erkämpfte sich auch Aileen den dritten Platz und somit die Qualifikation für die Westdeutsche Einzelmeisterschaft.
Als letztes startete Manal in der Gewichtsklasse -81Kg. Mit ca. 16 Athleten war dies die größte und beste besetzte Gewichtsklasse. Für Manal war dies sein erstes Turnier in der Altersklasse der Männer. Den ersten Kampf konnte Manal durch einen Wurfeingang mit anschließendem Haltegriff schnell für sich entscheiden. Im zweiten Kampf stand Manal einem aktiven Bundesligisten aus Holten entgegen. Durch eine gute Kontrolle am Ärmel des Gegners schaffte er es die Seoi-Nage Angriffe seines Gegenübers zu unterbinden. Er selbst konnte mit einem tiefen Kataguruma und einem tiefen O-Soto-Gari seinen Gegner zu Fall bringen jedoch bislang ohne Wertung. In der dritten Minute schaffte es Manal einem tiefen Seoi-Nage auszuweichen und seinen Kontrahenten mit einen Laufwürger zur Aufgabe zu zwingen. In seinem dritten Kampf trat Manal gegen den späteren Turniersieger des „Refugee Teams“ an. Sein scheinbar übermächtiger Gegner, der ansonsten auch an den Grand Slams teilnimmt, staunte nicht schlecht über die Eingänge von Manal. Auch hier versuchte er mithilfe eines tiefen Katagurumas und eines tiefen O-Soto-Garis eine Wertung zu erzielen allerdings ohne Erfolg. Anschließend musste Manal sich durch einen Uchi-Mata und einen anschließenden Haltegriff geschlagen geben. Im Anschluss gab es jedoch noch Lob für die Leistungen von Manal durch den Trainer des „Refugee Teams“. Manal hatte es damit bis in das kleine Finale des Turniers geschafft. In seinem letzten Kampf versuchte er erneut zu Beginn des Kampfes mit einem tiefen O-Soto-Gari eine Wertung zu erzielen. Leider konnte sein Gegner diesen Wurf verhindern und übernahm die Wurfbewegung mit einem Uchi-Mata. Das Resultat: Ippon. Dank dieser sehr starken Leistung erkämpfte sich Manal den fünften Platz und wurde anschließend für die Westdeutsche Einzelmeisterschaft nachnominiert.
Der 1. Essener Judo-Club ist sehr stolz auf die gute wettkämpferische Leistung seiner Athlet*innen bei diesem sehr stark besetzten Turnier und wünscht allen Qualifizierten viel Erfolg bei der Westdeutschen Einzelmeisterschaft.
Bericht: Jan

